Staatsanwaltschaft

Alle Anzeigen, alle Beschwerden und anderweitigen Informationen an die Staatsanwaltschaft inclusive der Generalsstaatsanwaltschaft Berlin hatten keine Konsequenzen, alle Verfahren wurden eingestellt, in der Regel wegen "mangelnden öffentlichen Interesses". Eine Ausnahme bildet der Strafbefehl, den begehbaren Humidor zurückzugeben, der aber erst zustandekam, als der Täter den Humidor bereits weiterverkauft hatte und somit für mich wirkungslos blieb.

----------------------------------------------

Seitens der Staatsanwaltschaft hat man nicht erkannt, dass die angezeigten Polizeibeamten in der geschilderten Art und Weise tätig waren und wegen fehlender Konsequenzen mit hoher Wahrscheinlichkeit noch sind. Skandalös wäre natürlich, wenn man es DOCH erkannt hätte und sich die beschriebene Art pervertierten Korpsgeistes bis hierher erstrecken würde...

Ich habe immer und immer wieder, bis hin zum Herrn Generalsstaatsanwalt bei der Generalsstaatsanwaltschaft Berlin, auf die Vorfälle hingewiesen und eine tiefgründige Untersuchung inklusive der Anhörung der Zeugen verlangt. Letztlich erhielt ich die sinngemässe Information "dass keine neuen Erkenntnisse vorlägen und dass eben andere Aussagen vorliegen würden". Nehmen wir an, dass es ein Fehler war, das kann passieren, zum Beispiel auf dem Dienstweg von unten nach oben.

WAS IST ABER, WENN ES K E I N VERSEHEN WAR ? Was ist, wenn die ermittelnden Staatsanwälte in ihrem Eifer gebremst worden wären, um es vorsichtig auszudrücken ? Was wäre, wenn es ganz anders war und die Dinge sich nicht von unten nach oben , sondern von oben nach unten so entwickelt hätten ? Ich hatte bei einigen Kriminalkommissaren einen komischen Eindruck, ehrlich gesagt, als ob sie etwas bedrückt wären... Ich hatte das aber immer auf ihren Ärger hinsichtlich der Arbeit der beteiligten Schutzpolizisten zurückgeführt.

Was wäre, wenn sich justiznahe Personen in meinem näheren Umfeld aufhalten würden oder sich aufgehalten hätten, um sich hinsichtlich meiner geplanten Handlungen zu informieren? Ich schildere hier noch eine kleinere Episode, die man eventuell hier einordnen kann:

Ich erhielt Besuch von einem gepflegten Herren, der , so wie es oft im Laden passiert, über die Geschichte, sein Vater hätte Pfeife geraucht, mit mir ins Gespräch kam... Nun, es wurde ein längeres Gespräch, auch über den bereits vorangegangenen Ladendiebstahl und es wurde sympathisch, das Ganze. Nach einigen Stunden äusserte sich der Besucher in etwa folgendermassen:" Nun, Herr Thomsen, das war ein sehr nettes und angenehmes Gespräch. Ich lasse mal die Katze aus dem Sack. Ich bin Psychologe , nun, glaubwürdig ist die Geschichte jedenfalls und Sie scheinen ein netter Kerl zu sein...." So in etwa war das. Ich habe das mehrfach erzählt im Kreise meiner Freunde und mich eigentlich immer geärgert, dass der Eindruck entstanden war, ich sei so völlig nett und ungefährlich.. Denn nun stand ja fest, dass ich eine ehrliche Haut bin, aber eben auch ein naiver Trottel, völlig ungefährlich und bestimmt kein Amokläufer, "er hat ja Familie und etwas zu verlieren" uswusf., "also nicht ganz erst zu nehmen....", "das bekommen wir hin..."

Übrigens wurden im Verlaufe der Jahre etliche Anzeigen gegen mich gestellt, zB aus den Täterkreisen, wegen Verleumdung und solchen Dingen. Ich nehme an, dass die Aktenberge, wenn sie nebeneinander liegen , etwa die gleiche Höhe haben. Das könnte ja geschehen sein, um den Eindruck zu erwecken "jetzt hört mal auf, der Thomsen kann ja auch nicht ganz sauber sein, so oft wie der angezeigt wird..."

....................................................

Es wurde also seitens der Staatsanwaltschaft offensichtlich nichts, jedenfalls nichts öffentlich Erkennbares , in meinem Interesse unternommen, was den Eindruck erweckte "Es gäbe ja nichts zu unternehmen". Ich hoffe nicht, dass DOCH etwas unternommen wurde, und zwar GEGEN MICH.

Im Endeffekt hat das selbstredend zu einer immensen Erhöhung meiner Unglaubwürdigkeit beigetragen. Es wurde natürlich immer der öffentliche Umkehrschluss (bis in den engen Bekanntenkreis hinein) gezogen, dass ich ja "die Unwahrheit sagen MÜSSE, denn SONST HÄTTE DOCH DIE STAATSANWALTSCHAFT Verfahren eingeleitet und die Täter wären verurteilt worden...." Diese Meinung hält sich in Teilen der allgemeinen Öffentlichkeit bis heute, auch in Teilen der Branche. Meine Damen und Herren, ich nenne das RUFMORD.

Um das zu überprüfen, habe ich die Bitte um die parlamentarische Untersuchung der Vorfälle, um die ich ja im Berliner Parlament gebeten hatte, um diesen Punkt erweitert.