Chefgespräch

D. Gespräch mit Herrn (Name Bekannt, damals Chef Segelfliegerdamm) und beisitzendem Beamten am folgenden Dienstag und weiter

Herr (Name bekannt) bedauerte das untätige Verhalten der Beamten am Tattag und sagte lückenlose Aufklärung zu. Ich nahm diese Entschuldigung im Vertrauen auf die Redlichkeit der Beamten an. Später nahm von seiner Entschuldigung Abstand, sicher war ihm klargeworden, dass ich dieselbe als Schuldeingeständnis werten könnte. Ausserdem stellte sich später heraus, dass meine Strafanzeige in eine Dienstaufsichtsbeschwerde umgewandelt worden war und nur durch Nachfrage meines Anwalts überhaupt zur Staatsanwaltschaft ging. Ich bin zu dem Verhalten der Beamten nie wieder von seiten der Behörden befragt worden, das Verfahren wurde eingestellt, Beschwerde abgelehnt. Ich gehe davon aus, dass während meiner Aussage im Pausengespräch mit einem der Tatbeteiligten meine Aussagen entschärft wurden und so eine insgesamt falsche Darstellung den entscheidenden Staatsanwälten vorlag. Später wurde allerdings eine Verletzung der Dienstpflichten am Tattag eingeräumt. Es hat sich bisher niemand bei mir oder meiner Familie entschuldigt. Im Gegenteil musste ich später erneut eine Anzeige stellen, weil aus völlig unerfindlichen Gründen zwei andere Beamte aus dem Segelfliegerdamm mich auf meinem Quad vom Kino bis in den Dammweg 3 km verfolgten und dann nach einem WARNDREIECK (unterm Motorradsitz !) fragten. Ich gehe hier von klarer Botschaft aus : Sieh Dich vor, Thomsen ! Seien Sie versichert, dass ich an Redlichkeit der Polizei nur noch schwer glauben kann. Andererseits vermittelt mir der Herr KOK (Name bekannt) (Weissensee) das Gefühl, dass er verantwortungsvoll ermittelt, auch wenn die angezeigten Tatbestände wegen meiner juristischen Unbedarftheit vielleicht nicht korrekt bezeichnet wurden.. Ich kann erst heute wissen, dass (weil mittlerweile durch B. die wesentlichen werthaltigen Waren und auch stationäre Ladeneinrichtung verkauft wurde, ohne auch nur einen Cent zu zahlen), es sich weniger um einen Diebstahl als mehr um eine Unterschlagung der Sicherheiten handelt. Dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen die beteiligten Polizisten und gegen B. wegen „mangelnden öffentlichen Interesses“ und weil er vorgibt, „selbst Ansprüche zu haben“ eingestellt hat, wie ich erst kürzlich zufällig im Gespräch mit Herrn KOK (Name bekannt) erfuhr, empört mich zutiefst. Gestatten Sie mir folgende Schlussfolgerung: Da eine Amtshaftung befürchtet wird, haben wir ekelhafterweise folgende OBJEKTIVE Interessenlage: Wenn B. eigentlich kein krimineller Dieb und Unterschager ist, haben im Umkehrschluss die tattagbeteiligten Beamten ja eigentlich nichts verkehrt gemacht, jedenfalls finanziell besteht also eine für mich nachteilige Interessenkonstellation in Übereinstimmung von B. – Polizei –Amtshaftenden. Im Ergebnis dieser Überlegungen hält sich unser Vertrauen wieder etwas mehr in Grenzen. Mittlerweile ist das Vertrauen gänzlich dahin.

Konkret werfe ich den hier beteiligten Beamten (Leiter der Dienststelle und Kollege) folgende Verstösse vor: