Vorgeschichte

A. Ausgangssituation

Zur Wendezeit 1989 war ich Offiziershörer an der Militärakademie in Dresden im Dienstrang Major (Artillerie), vorher immer in der Kommandeurslinie (Bttl.-Kommandeur) und nach dem Studium vorgesehen als Regimentskommandeur. Meine Ehefrau war und ist hochqualifizierte Krankenschwester und kürzlich mit der Urkunde für 25-jährige Tätigkeit ausgezeichnet worden. Wir haben einen Sohn (20) und eine Tochter (16), Hund und Meerschwein und bewohnen ein meiner Frau gehörendes Einfamilienhaus in Berlin-Baumschulenweg. Nach der Wende und Überwindung einer kurzzeitigen Depression gründete ich mein Unternehmen und war deutschlandweit mit bis zu 100 Mitarbeitern bis 2001 erfolgreich tätig. 2001 wurde ich durch einen Lungenriss (Pneumothorax) gezwungen, anderweitig tätig zu werden. Meine Frau lieh mir 2002 über Hypotheken finanzierte Mittel in Höhe von ca. 100 T€ und ich baute damit im UFA Palast Treptow einen mittlerweile sehr speziellen kunsthandwerklich ausgerichteten, weltweit bekannten Tabakspfeifenladen mit Schauwerkstatt auf, der in Deutschland einzigartig und das wohl am höchsten spezialisierte Geschäft ist. Neben dieser Arbeit gründete ich das „Berliner Tabakskollegium“, das unter anderem Suchtprävention zuungunsten des Suchtrauchens betreibt und auch sonst mit veranstalteten Pipe-Shows („Berliner Pfeifenspektakel“ ) und anderen Maßnahmen integrierend in Erscheinung tritt. Daneben beteiligen wir uns regelmäßig an der Weihnachtstafel für Obdachlose, was Sie auf unserer Homepage nachvollziehen können. Vielleicht erinnert sich mancher an die Friedenspfeife für J.W. Busch (gegen den IRAK-Krieg) oder an die Aktion „Ein Amerikaner in Berlin“, während derer ein ehemaliger, pfeiferauchender Besatzungssoldat der ersten Stunde und seine deutsche Frau geehrt wurden. Ein ursprünglich noch zum Geschäft gehörender separater Teilbereich (Zigarren, begehbarer Humidor, Zigarillos, Zigaretten usw) wurde nach dem Erreichen der Gewinnzone der „Pfeifenabteilung“ im August 2003 an einen gewissen Herrn B. verkauft, Anzahlung und Ratenbasis, Eigentumsvorbehalt, Miete, Versicherungsbeitrag, Werbekosten und Teilbeschäftigung meines Lehrlings Daniel Sierotta (Bester seiner Klasse) wurden vertraglich geregelt, als Sicherheiten dienten mangels anderer Möglichkeiten Mobiliar und jeweils aktueller Warenbestand des ebenfalls im UFA Palast befindlichen Ladens immer in der jeweiligen Höhe der offenen Restsumme. Nach einiger Zeit fiel es dem Käufer schwer, die Raten pünktlich zu bedienen, woraufhin wir ihm dieselben herabsetzten und im Gegenzuge auf Pünktlichkeit und regelmässige Kontrollmöglichkeiten bestanden. Andernfalls hätte er den Laden zurückzugeben. Da die Situation für den eingelegten Betrag meiner Frau insgesamt bedrohlich wurde, nahm sie die bei mir in Benutzung befindlichen Sicherheiten in Anspruch und meldete ihr eigenes Gewerbe an, welches ich als freiberuflicher Pfeifenmacher und Ehegatte führe. Vermittelt wurde der Verkauf an Herrn B. von dessen Tante, die Beamtin des BaFin ist und den Laden nach mehreren Aushilfsjobs kannte. Herr B. hatte ca. 6 Wochen lang vor dem Kauf die Gelegenheit, sich den Geschäftsgang anzuschauen und nutzte die auch.