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k(l)ein Kommentar

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Berliner Zeitung: Alltäglicher Horror

Mobbing unter Schülern

Steffi hasst die Schule. Schon der Gedanke daran, wieder in die Klasse zu müssen, bereitet ihr Magenschmerzen. Vor kurzer Zeit noch war sie eine beliebte Schülerin einer sechsten Klasse - bis sie längere Zeit krank wurde. Danach war alles anders: Eine "Freundin" hatte ein paar sehr intime Geheimnisse über sie in der Klasse erzählt. Steffi sitzt nun im Unterricht allein, auch in der Pause will niemand mit ihr zu tun haben - wenn man von den Hänseleien, dem Klamottenklau und den Schubsereien absieht. Die Einsamkeit ist für Steffi das Schlimmste. Warum nur wenden sich alle von ihr ab? Was soll sie tun?
Das Wort Mobbing kommt aus dem Englischen und bedeutet Anpöbeln. Es umfasst sämtliches Verhalten, das darauf zielt, andere fertig zu machen. Mobbing gibt es an jeder Schule - auch an unserer. Meist beginnt es harmlos. Die Betroffenen nehmen am Anfang alles auf die leichte Schulter, aber ihr Selbstvertrauen schwindet immer mehr. Mitschüler distanzieren sich und ignorieren den oder die Betroffenen. Der Gemobbte wird bei Mitschülern und Lehrern angeschwärzt. Hinter seinem Rücken wird schlecht über ihn gesprochen, Gerüchte werden verbreitet. Sexuelle Annäherungen sind nicht auszuschließen. Es wird versucht den Gang, die Stimme, die Kleidung oder Gesten des Opfers schlecht, und sich über sein Privatleben lustig zu machen. Man ruft ihm obszöne Schimpfworte und Ausdrücke nach und macht ihn vor der Öffentlichkeit lächerlich, droht gar körperliche Gewalt an. Viele Mobbingopfer trauen sich nicht, an die Öffentlichkeit zu gehen, sich an Eltern oder Lehrer zu wenden, denn sie haben Angst vor Rache. Doch es gibt Möglichkeiten, den Terror zu beenden. Wenn euch Lehrer und Eltern nicht helfen können, könnt ihr auch professionelle Hilfe finden, beispielsweise beim Kindernotdienst,

Kommentar:

Es wird also in frühester Kindheit bereits ein Durchsetzungs-und Konkurrenzverhalten geprägt, welches dann später, besonders in den Führungsetagen, gang und gäbe wird: Es geht nicht um Leistung etc., sondern um die perfideste Methode, sich durch Dolchstösse in den Rücken durchzusetzen. Da es in der Ökonomie nun jedoch Kennziffern TATSÄCHLICH gibt, ist es hier etwas schwieriger. In der Politik allerdings ist diese Methode mangels echter Kennziffern ein mehr und mehr probates Mittel mit unzähligen Beispielen. Ähnlich funktionieren auch einige Newsgroups im Internet, zum Beispiel bei Herrn Rachow. Er kann einfach keine Kennziffern vorlegen, da bleibt ihm halt nichts anderes übrig.

 

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Berliner Kurier, 08.04.2010

Gabriela S.
Ihr Kampf für die Würde der Ossis
Firma lehnte sie ab, weil sie aus Ostdeutschland stammt


Gabriele S. steht zu ihren ostdeutschen Wurzeln, will sich aber nicht als Ossi bewerten lassen.

Stuttgart - Müssen Ex-DDR-Bürger mehr als 20 Jahre nach Mauerfall vor Gericht um ihre Würde kämpfen? Eine Stuttgarter Firma lehnte Bewerberin Gabriela S. (49) ab, weil sie aus Ostdeutschland stammt. Zum „Minus-Ossi“ hatte die Firma die Buchhalterin in einer internen Notiz gestempelt. Gegen diese Diskriminierung zieht sie vor Gericht.

Sie kocht Spätzle wie jede schwäbische Hausfrau, ist für ihre selbst gemachten Maultaschen berühmt und sagt beim Abschied „Ade“. Schon seit 1988 lebt und arbeitet Gabriela S. aus Berlin-Lichtenberg als Buchhalterin bei Stuttgart, fühlt sich im Ländle „voll integriert“.

Die Vergangenheit holt sie erst ein, als sie den Arbeitgeber wechseln will. Gabriela S. bewirbt sich bei einer Stuttgarter Fensterbau-Firma. Aber die Unterlagen kommen zurück. Die Enttäuschung über die Absage ist riesig – doch die Wut über eine kleine, interne Notiz auf ihrem Lebenslauf noch größer. „(-) Ossi“ steht mit Tinte rechts neben Gabrielas persönlichen Angaben vermerkt. Dass sie zufällig in der DDR zur Welt kam ein Ablehnungsgrund? Gabriela S. ein „Minus-Ossi“? „Am schlimmsten war für mich dieses Minus“, sagt die 49-Jährige im MDR. „Ich bin ein Ossi und die Ossis stehen eigentlich auch dazu, dass sie Ossis sind. Nur lassen wir uns nicht bewerten.“

Gabriela S. verklagt die Firma, verlangt über ihren Anwalt 4800 Euro Entschädigung. Doch die Gegenseite lehnt ab. Nun zieht die Ost-Berlinerin nächsten Donnerstag vors Stuttgarter Arbeitsgericht. Der Vermerk war „ein ganz starkes Indiz, dass hier ganz bewusst diskriminiert wurde“, meint ihr Anwalt Wolfgang Nau. Was gesetzlich durch den Gleichheitsgrundsatz verboten ist.

Niemand darf aufgrund der „Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft“ benachteiligt werden. Und für Anwalt Nau sind die Ostdeutschen sehr wohl eine eigene, schützenswerte Ethnie. „Die beiden Teile Deutschlands haben sich während der Trennung auseinander- gelebt. Ostdeutsche hatten Wortbildungen und Sitten, die wir nicht kannten“, begründet er. Jetzt müssen Richter klären, ob der „Ossi“ wirklich ein eigener Menschenschlag ist. Nur dann bleibt er bei Wessis vorm Minus bewahrt. Und Gabriela S. hätte zumindest ein Plus auf dem Konto.

Kommentar:

Ich habe mich gegenüber Herrn Dr. Lammert, Bundestagspräsident, gerade dazu geäussert. Er sollte einen Gleichstellungsbeauftragten einsetzen, hätte allerdings bei den "Gutmenschen" aus dem Abendland leider keinerlei Loby. Die kümmern sich um Seehundbabies und Kormorane.

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